Whisky aus Lothringen

Inmitten der Natur, zwischen Nancy und Epinal gibt es unweit der Heimat des berühmten Baccarat-Glases die Destillerie Grallet-Dupic, die den Whisky G. Rozelieures - Whisky de Lorraine herstellt.

Distillerie Grallet-Dupic
Distillerie Grallet-Dupic

Lorraine - Lothringen

Die Region Lothringen, mit der Hauptstadt Metz, bekam den Name vom historischen Herzogtum Lothringen aus dem Mittelalter. Heute setzt sich die Lorraine, mit einer Fläche von 23.500 km² mit 2.350.000 Einwohner, aus den Départements Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle und Vosges zusammen.

Die waldreiche Landschaft hat zahlreiche Seen, Thermal- und Mineralwasser-Quellen und wird von den vier großen Flüssen Mosel, Maas, Saône und Saar durchflossen. Die höchste Erhebung Lothringens ist der 1.364 Meter hohe Hohneck in den Vogesen. Lothringen produziert 20 % der Gerste für Frankreich.

Historische Monumente

Die Geschichte der Regionen Elsass und Lothringen ist aus einer doppelten Kultur hervorgegangen und hat in der Vergangenheit oft die Begierde der Herrschenden auf beiden Seiten des Rheins geweckt. Der 1. Weltkrieg hat überall in Lothringen seine Spuren hinterlassen. Die größte Gedenkstätte ist  die unterirdische Zitadelle des Centre International de la Paix (internationales Zentrum des Friedens) in Verdun.

 

Baccarat 

Baccarat (ehemals auch Burgambach) ist eine französische Kleinstadt mit 4584 Einwohnern in Lothringen, zwischen Lunéville und Saint-Dié an der Meurthe. Das Tal weitet sich hier nach dem Austritt aus den Vogesen. Die Bachamois, wie die Einwohner von Baccarat genannt werden, stellen seit dem 18. Jahrhundert das berühmte Kristallglas her. Im Ort gibt es eine Kristallerie (Cristalleries), ein Kristallmuseum (Musée du crystal) und einen Kristallbrunnen (Fontaine du crystal).

Franziska Wehber - Kunst aus Glas - schön so was in der Familie zu haben
Franziska Wehber - Kunst aus Glas - schön so was in der Familie zu haben

Kulinarisches aus Lothringen

Die bekannteste Spezialität der Region ist natürlich die Quiche Lorraine. Sie wurde angeblich im 16. Jahrhundert von einem Bäcker aus Nancy aus Brotteig kreiert. Heute wird sie aus Mürbeteig gemacht und erhält durch Räucherspeck ihren wichtigsten Geschmacksgeber.  Traditionell wird die echte Quiche Lorraine in einer 18 cm Durchmesser großen Form gebacken und besteht aus Butter, Ei und Räucherspeck – C'est tout. Käse oder gar die vegetarische Version gab es erst später und kommt bestimmt nicht aus Lothringen. 

Neben der bekanntesten Spezialität der Region, der Quiche Lorraine, gibt es die warme Vorspeise Bouchée à la Reine (Königinpastete). Sie geht auf Stanislaus Leszczyńskis Tochter Marie zurück, die durch ihre Heirat mit Ludwig XV. Königin von Frankreich wurde. Die Königspastete besteht aus einem töpfchenförmig gestalteten Mürbeteig, der mit einem Ragout aus feinem Hühnerfleisch, Champignons, Kalbsbries und Kalbsklößchen in Béchamelsauce gefüllt und, mit einem Teigdeckel verschlossen, gebacken wird.

Die Popularität und den Namen haben die Madeleines dem polnischen Exilkönig Stanislaus Leszczynski, der als er sein Königreich im 17. Jahrhundert verlor Herzog von Lothringen wurde. Auf einem seiner Festbanketts gerieten sein Saucier und Patissier so in Streit, dass der Konditor seinen Arbeitsplatz verließ und nicht mehr wiederkam. Eine Zofe, die anbot kleine Kuchen nach dem Rezept ihrer Großmutter zu backen war die Rettung, denn es war schon damals unschick ein Festbankett ohne eine Süßspeise anzubieten.  Die kleinen Kuchen kamen so gut bei König und Gästen an, dass er die Zofe rief und nach dem Namen der Kuchen fragte. Da die Zofe keinen bestimmten Namen wusste, nannte Stanislaus die Küchlein einfach nach ihrem Namen und ihrem Geburtsort: Madeleine de Commercy. So gelten noch heute Commercy oder Liverdun als Heimat der Madeleines. Die Madeleines werden heute überall gerne zum Frühstück oder zum Cafè und in Lothringen mit der überall vorhandenen Mirabellenkonfitüre gereicht. Die Madeleines halfen auch Marcel Prousts Erinnerungen an seine Kindheit auf die Sprünge, so jedenfalls schrieb er es in seinem autobiografischen Werk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“.

Aus Nancy kam das erste Rezept der Macarons oder Mandelmakronen. Heute ist neben Nancy auch Boulay eine Hochburg für Macarons.

Der Baba hat seinen Namen dem polnischen Königs Stanislaus Leszczynski zu verdanken. Dieser musste sein Königreich Ende des 17. Jahrhunderts an Augustus den Starken abgeben und bekam als Ausgleich das Herzogtum Lothringen. Dort angekommen beauftrage er den Patissier Storer einen polnischen Napfkuchen zu backen, der aber nicht so trocken wie das Original sei. Gehört-Getan. Der Patissier änderte das Grundrezept, nahm anstatt Roggen- Weizenmehle, fügte rumgetränkte Rosinen dazu und überzog das Ganze noch mit einem Rum- oder Kirschwassersirup. Der König war begeistert und als Fan der „Geschichten aus 1001 Nacht“ nannte er den Kuchen nach seiner Lieblingsfigur Ali Baba.

Die Erfogsgeschichte des  Patissier Storer nam seinen Lauf. Dieser zog im Jahr 1725 nach Paris und eröffnete die heute noch existierende Patisserie Storer in der Rue Montorgueil. Das Rezept des Babas veränderte er ein wenig (keine Rosinen, dafür Früchte) und kreierte das in ganz Frankreich bekannte Savarin.

Als Käsespezialitäten findet man den Munster-Géromé (Münsterkäse), den Brouère oder den Vachelin in der gesamten Region. Der Brouère ist ein  halbfester Weichkäse aus der Rohmilch der Kuh. Er hat 48 % Fett und wird nur in den Vogesen hergestellt. Je nach Reifezustand, zwischen vier und sieben Monaten, ist er mehr oder weniger würzig, je länger er reift, desto würziger wird er.

Lothringen ist ein bedeutendes Anbaugebiet für Mirabellen. Die Mirabelle kam im 17. Jh. aus Kleinasien, wo sie bereits 500 v. Chr. angebaut wurde, über Frankreich nach Europa. Die bekannteste Sorte ist die "Mirabelle von Nancy". Aus dieser Obsttorte wird so ziemlich alles gemacht was man machen kann: Nachspeisen, Mirabellenkonfitüre und vor allem Eau-de-Vie. 

Mirabellen aus Nancy werden auch in der Brennerei Scheibel verarbeitet
Mirabellen aus Nancy werden auch in der Brennerei Scheibel verarbeitet

Kunsttipp in Lothringen

Das Centre Pompidou in Metz mit eindrucksvoller Architektur dient als Ausstellungsforum für alle Formen zeitgenössischer Kunst und ist eine Dependance des Centre Georges Pompidou in Paris, mit dem es Sammlungen und Gründungsphilosophie teilt. Es wurde 2010 eingeweiht.

Metz - tolle Stadt mit Kunst und Geschichte
Metz - tolle Stadt mit Kunst und Geschichte

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