The Oban Distillery

Oban ist Stadt und Whisky-Brennerei an der Westküste Schottlands. The Oban Disitllers, deren Namen als kleine Bucht übersetzt werden kann, ist mit dem Gründungsjahr eine der älteste noch in Betrieb befindlichen schottischen Whisky Destillerien. Als sie Ende des 18. Jahrhunderts gegründet wurde gab es noch keine Stadt, diese entstand rund um die Brennerei, wodurch sie heute der Mittelpunkt der Stadt bildet, ihre räumliche Ausdehnung dadurch allerdings gehemmt ist. Im Visitor Center gibt es täglich mehrere Führungen.

Oban Stadt und Distillery - Foto Ralf Zindel
Oban Stadt und Distillery - Foto Ralf Zindel

Die Stadt Oban ist Hauptstadt von Nord-Argyll (den westlichen Highlands) mit einem geschützten Naturhafen und gilt als Tor zu den Hebriden. Von hier steuern die staatlichen Caledonian MacBrayne Fähren nach Lismore, Colonsay, Islay, Coll, Tiree, Mull oder Barra. Vor der Verbindung 1880 mit dem Eisenbahnnetz war die Stadt ein verschlafenes Fischerdorf. Das Klima ist vom Golfstrom geprägt, mild und gemäßigt mit viel Regen, manche behaupten zu viel. Jedes Jahr im August findet in Oban die Argyllshire Versammlung, die Highland Games, statt.

Oban McCaig`s Tower - Foto Ralf Zindel
Oban McCaig`s Tower - Foto Ralf Zindel

Das Wahrzeichen der Stadt ist der McCaig Tower oberhalb der Stadt. Dieser nicht fertig gestellte Nachbau des Kolosseums in Rom ließ der örtliche Bankier John Stuart McCaig Ende des 19. Jahrhunderts bauen, um seiner Familie ein Denkmal zu setzen und den einheimischen Arbeiter während der Wintermonate Arbeit zu geben. Im Inneren des Bauwerks gibt es eine Parkanlage mit Aussichtsplattform. Weder der geplante Turm im Inneren des Bauwerks noch die Statuen der Familie McCaig wurden jemals fertiggestellt, da alle Mitglieder der Familie bis 1904 starben oder verarmten.

Geschichte der Brennerei

1793 John und Hugh Stevenson gründeten The Oban Distillery auf dem Gelände der eigenen Bierbrauerei, in der sie 1 Jahr später mit der Produktion begannen.

John und Hugh Stevenson, Söhne eines Steinmetzes aus Port Appin nahmen Ende des 18. Jahrhundert das Angebot des Duke of Argyll an, für jedes erbaute Haus ein Stück Lehen für 99 Jahre zu bekommen. Die Stevenson bauten daraufhin eine kleine Stadt, zunächst eine Bootswerft, dann eine Gerberei und schließlich eine Brauerei, die dann 1794 zur Destillerie Oban umfunktioniert wurde. Der Naturhafen Obans ermöglichte einen Warentransport bis Glasgow, über die Highlandwege hätte man 1600 km zurücklegen müssen.

Zwei weitere Generationen von Stevensons führten das Familienunternehmen bis 1869 in Oban fort. 1866 kaufte der lokale Händler Peter Cumstie die Brennerei.

Oban Distillery - Foto Ralf Zindel
Oban Distillery - Foto Ralf Zindel

1883 kaufte James Walter Higgins die Brennerei. 1890 brach ein Feuer in der Destillerie aus. 4 Jahre lang ließ Higgins die Brennerei nach und nach zerlegen und renovieren, wodurch die Produktion gut weiterlaufen konnte. U.a. wurden auch die kleinen Stills genau nachgebaut, um die Qualität und Stil des Whiskys nicht zu verändern. Die Gebäude der Destillerie und ihre Inneneinrichtung sehen heute noch fast genauso aus, wie nach der Sanierung durch Higgins.

1898 übernahm ein Konsortium aus John Dewar & Sons, James Buchanan & Co und White Horse Distillers die Brennerei. Es entsteht The Oban & Aultmore-Glenlivet Co. Alexander Edwards, Erbauer der Aultmore Distillery, leitet die Geschäfte der Brennerei. Ein wichtiger Kunde der Oban Distillery waren die Pattisons, die durch ihren Größenwahn die schottische Whisky-Industrie fast zum Erliegen brachten. Buchanan-Dewars übernahmen 1923 unter dem Namen Oban Distillery Company die Brennerei alleine.

1925 übernahm die DCL (Distillers Company Limited) die Buchanan-Dewars Company und wird dadurch neuer Besitzer der Oban Brennerei. 1930 geht die Verwaltung an die Tochterfirma SMD (Scottish Malt Distillers). Zwischen 1931 und 1937 wurde der Betrieb eingestellt.

 

1968 bis 1972 wurde die Brennerei renoviert und dabei die eigenen malting floors aufgegeben. 1979 kam mit dem Oban 12 years old die erste offizielle Abfüllung der Brennerei. 1988 wird Diageo durch die Eingliederung der UDV neuer Besitzer und vermarktet in The Classic Malts of Scotland auch einen Oban 14 years old. 1989 wird ein Besucherzentrum eröffnet. Heute hat die Brennerei um die 35.000 Besucher pro Jahr.

Oban Distillery - Foto Ralf Zindel
Oban Distillery - Foto Ralf Zindel

Produktion des Oban Whiskys

Das Wasser wird aus dem Wasserreservoir des 3 km südwestlich von Oban gelegenen Loch Gleann á Bhearraidh (= Glenshellach) bezogen, aus dem auch die gesamte Stadt Oban versorgt wird.Seit die eigene Mälzerei geschlossen wurde, wird das nur leicht getorfte Malz von Roseisle Maltings nahe Elgin bezogen. Nach Angaben von Donald Colville sind die aktuellen Phenol-Werte 2 bis 3 ppm und für Little Bay 1 bis 2 ppm. Das Malz wird nach dem Mahlen in einem 7 Tonnen großen Maischbottich (mash tun) aus Edelstahl mit 3 unterschiedliche heißen Wasser gewaschen.

In den vier Gärbottiche (wash backs je 28.000 l) aus europäischem Lärchenholz dauert eine Gärung 65 Stunden. Früher erfolgten 6 mashes pro Woche, wobei 5 Gärungen 110 Stunden und eine Gärung über 65 Stunden dauerte.

 

Oban Distillery Fermentation in wash back
Oban Distillery Fermentation in wash back

 

Die benutzten 2 zwiebelförmigen Brennblasen sind mit die kleinsten in Schottland (1 wash still (18.880 l) und 1 spirit still (8.465 l). Mit einer wash back Füllung wird die wash still mit je 11.000 Liter wash zweimal gefüllt. Nach der ersten Destillation haben die low wines einen Alkoholgehalt von ca. 23 % Vol. Die spirit still wird mit 6.600 Liter low wines befüllt und destilliert auf eine durchschnittliche Alkoholstärke des New Make von 68 % Vol.

 

Die stills sind mit worm tubes verbunden, die eine alte Technik ist um die ALkoholdäpfe zu kondensieren. Dieswe wird nur noch von 14 Whisky-Brennereien in Schottland eingesetzt: Balmenach, Benrinnes, Cragganmore, Dalwhinnie, Edradour, Glen Elgin, Glenkinchie, Mortlach, Oban, Old Pulteney, Speyburn, Royal Lochnagar, Springbank und Talisker.

Die Fässer werden mit 63,5 % Vol. befüllt. Die Fässer reifen in den Zentrallagern von Diageo. Abgefüllt wird er in der großen Abfüllanlage von Diageo in Leven, Five.

Oban Distillery - Foto Ralf Zindel
Oban Distillery - Foto Ralf Zindel

Single Malts von Oban

Die typischen Whiskys von Oban sind frisch, würzig mit einer leichten Salznote. Sehr gute Harmonie zu Meeresfrüchten. Er ist aufgrund seiner relativ geringen Produktionsmenge selten bei unabhängigen Abfüllern zu finden, da Diageo ihn für ihre eigenen Abfüllungen und Blends verwendet. Die Standartabfüllungen von Oban sind:

  • Oban 14 Jahre
  • Oban 18 Jahre
  • Oban Little Bay
  • Oban Distillers Edition
  • Oban Distillery Bottling
Oban Single Malt - Foto Ralf Zindel
Oban Single Malt - Foto Ralf Zindel

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